Übernahme PSA/Opel: Tavares gibt kein Standort-Versprechen ab

Der Chef des französischen Autokonzerns PSA gibt bei der Übernahme von Opel kein Versprechen, alle Fabriken zu erhalten. "Das einzige, was uns beschützt, ist Leistung", sagte Carlos Tavares am Montag bei einer Pressekonferenz in Paris auf die Frage, ob alle Standorte erhalten blieben. "Zusammen können wir besser werden." Wenn man der Beste sei, sei man auch geschützt.
06.03.2017 10:40

In einer Telefonkonferenz für Analysten sagte Tavares mit Blick auf befürchtete Werksschliessungen: "Wir vertrauen Menschen und ihrer Fähigkeit, sich zu verbessern." Er sei sicher, dass es in den Fabriken von Opel und Vauxhall viel Effizienzpotenzial gebe. "In der Autoindustrie gibt es das Schliessen von Werken. Aber es ist in gewisser Weise eine allzu einfache Art, auf die Dinge zu schauen." Er sei sicher, "dass die deutschen und britischen Fabriken am Ende nicht weniger effizient sein wollen als die französischen Fabriken".

Tavares warb auch für eine konstruktive Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften. "Wir müssen vorgefasste Meinungen aufgeben. Wir kämpfen nicht mit den Gewerkschaften, das ist nicht unser Plan. Ein Unternehmen, das seit zehn Jahren in den roten Zahlen ist, (...) stellt natürlich ein Problem dar, das gelöst werden muss", betonte er. "Und ich denke, dass Gewerkschaftsführer weise sind und verstehen, dass die aktuelle Situation nicht tragfähig ist."/cb/sku/DP/stk

(AWP)