UBS-Studie: Investment-Umdenken im Kampf gegen Hunger und Armut nötig

Die Bekämpfung von Hunger und Armut in der Welt kann laut einer Studie der Grossbank UBS nur mithilfe des Finanzmarkts gelingen. Politische Entscheidungsträger sollten privatwirtschaftliche Investments vorantreiben, sagte UBS-Chef Sergio Ermotti am Montag am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos. Ohne diese Gelder werde die Umsetzung der sogenannten UN-Nachhaltigkeitsziele schwierig - dazu zählen auch gute Bildung, Gesundheitsversorgung und der Ausbau erneuerbarer Energien.
16.01.2017 17:20

Jedes Jahr müssten 7 bis 10% der Weltwirtschaftsleistung aufgewendet werden, um die UN-Nachhaltigkeitsziele am Ende zu erreichen, führten die Autoren der Studie aus. Dabei stützten sich die Politiker momentan noch zu sehr auf öffentliche Gelder. Die UBS selbst - einer der grössten Vermögensverwalter der Welt - will nun binnen fünf Jahren 5 Mrd USD an Kundengelder neu in nachhaltige Projekte stecken. Ziel sei es, derlei Investments zur Normalität zu machen.

Die Vereinten Nationen hatten 2015 insgesamt 17 Nachhaltigkeitsziele (SDGs) beschlossen, die bis 2030 erreicht werden sollen. Eine im vergangenen Sommer unter anderem von der Bertelsmann Stiftung veröffentlichte Studie stellte jedoch fest, dass die Welt noch weit entfernt ist vom Erreichen der Ziele. Am Sonntag kritisierte die Kinderrechtsorganisation Save the Children im Speziellen, dass die Bekämpfung von Kinderarmut mehr als 450 Jahre hinter dem Zeitplan zurückliege.

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(AWP)