Unicredit bekommt Milliarden für polnische Bank Pekao

MAILAND/WARSCHAU (awp international) - Die angeschlagene italienische Grossbank Unicredit verschafft sich durch den Verkauf eines grossen Teils der polnischen Bank Pekao weitere Luft. Für 10,6 Milliarden Zloty (2,4 Milliarden Euro) trennen sich die Italiener von weiteren 32,8 Prozent, wie die beiden Banken am Donnerstag mitteilten. Die Anteile gehen an den staatlich kontrollierten polnischen Versicherer PZU und der Entwicklungsfonds PFR des Landes. Damit sinkt die verbliebene Unicredit-Beteiligung an Pekao auf 7,3 Prozent. Dieser Anteil soll in Kürze über die Börse in Warschau verkauft werden. Bereits im Juli hatte sich Unicredit von zehn Prozent der Pekao-Aktien getrennt.
08.12.2016 08:07

Durch den nun vereinbarten Anteils-Verkauf rechnet Unicredit mit einem Anstieg der harten Kernkapitalquote - einem wichtigen Gradmesser für die Stabilität einer Bank - um 0,55 Prozentpunkte. Damit schafft Vorstandschef Jean Pierre Mustier weitere Fakten, bevor er in der kommenden Woche seine genaue Strategie vorstellt und vermutlich eine bis zu 13 Milliarden Euro schwere Kapitalerhöhung ankündigt. Seit seinem Amtsantritt im Juli hat die Verbesserung der Kapitalpuffer für die Bank oberste Priorität. Damit will der Franzose das Institut für die erwarteten schmerzhaften Aufräumarbeiten stärken. Unicredit sitzt auf einem Berg fauler Kredite./enl/nmu/zb

(AWP)