Unilever-Wachstum schwächt sich ab - Markt in Europa bleibt schwierig

Der Konsumgüterkonzern Unilever hat im dritten Quartal dank eines starken Geschäfts mit Wasch- und Reinigungsmitteln deutlich mehr umgesetzt als im vergangenen Jahr. Der Umsatz stieg um 5,8 Prozent auf 13,3 Milliarden Euro, wie das niederländisch-britische Unternehmen am Donnerstag in Rotterdam und London mitteilte. Dabei profitierte Unilever auch von positiven Währungseffekten und Akquisitionen. An der Euronext legte die Unilever-Aktie nach kurz nach Handelsstart um 1,3 Prozent zu.
17.10.2019 09:09

Das für die Branche entscheidende Wachstum aus eigener Kraft schwächte sich jedoch im Vergleich zu den Vorquartalen ab, es betrug noch 2,9 Prozent, nach 3,5 Prozent im Vorquartal. Diese Kennziffer ist um Wechselkursschwankungen sowie Zu-und Verkäufe bereinigt. Analysten hatten im Schnitt mit einem Plus von 3,0 Prozent gerechnet. Nach neun Monaten schlägt bei dem Hersteller von Marken wie Knorr, Ben & Jerrys, Magnum oder Dove und Domestos nun ein organisches Umsatzplus von 3,4 Prozent zu Buche.

Wachstumstreiber waren die Schwellenländer, vor allem Südostasien, mit einem organischen Wachstum von 5,1 Prozent. Reife Märkte wie Nordamerika oder Europa blieben hingegen schwierig. Während es in Nordamerika noch zu einem kleinen organischen Plus von 0,3 Prozent reichte, verzeichnete das europäische Geschäft wegen sinkender Preise ein Minus. Europa bleibe dabei ein problematischer, weil sehr wettbewerbsintensiver Markt, so Unilever. Deutschland verzeichne dabei weiter sinkende Umsätze, das Minus habe sich jedoch abgeschwächt.

Die Jahresprognose bekräftigte Unilever. So peilt das Unternehmen weiter ein Wachstum aus eigener Kraft in der unteren Hälfte der mehrjährigen Zielspanne von 3 bis 5 Prozent an. Gleichzeitig soll sich die operative Marge kontinuierlich verbessern./nas/knd/fba

(AWP)

 
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