WIR Bank hält an ihrer Komplementärwährung weiterhin fest

Die WIR Bank Genossenschaft hält an ihrer Währung WIR fest. "Die komplementäre Währung und die damit verbundene Vernetzung der Schweizer KMU sind Gold wert", sagte der seit diesem Sommer neue CEO Bruno Stiegeler in einem am Mittwoch publizierten Interview mit der Online-Plattform "schweizeraktien.net".
27.11.2019 12:03

Dank WIR würden die KMU miteinander "geschäften", wobei vermehrt auch Jung-Unternehmer auf die Karten Regionalität und Nachhaltigkeit setzten, fuhr Stiegeler fort. Allerdings macht die WIR-Währung nur einen kleinen Teil des Geschäfts der Bank aus. Mittlerweile würden 87 Prozent in Schweizer Franken abgewickelt, sagte er.

Und das Geschäft entwickelt sich gut. Im ersten Halbjahr 2019 hat die Bank den Gewinn gegenüber dem Vorjahr um 69 Prozent auf 16,4 Millionen Franken gesteigert. Diese Tendenz könne er für das Gesamtjahr bestätigen, erklärte der WIR-Chef. "Wenn bis zum Jahresende die Finanzmärkte keine Kapriolen analog Ende 2018 veranstalten, wird die WIR Bank ein sehr gutes Resultat verzeichnen."

Nicht zufrieden ist Stiegeler dagegen mit dem Kurs der auf OTC-X ausserbörslich gehandelten Anteile. "Die Stammanteile der WIR Bank werden klar unter Wert gehandelt", sagte er. Der aktuelle Kurs von 360 Franken liege deutlich unter dem inneren Wert von über 500 Franken. Stiegeler zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass die Ergebnisse der Bank eindeutige Signale an den Markt aussenden werden.

mk/tp

(AWP)

 
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