Zara-Mutter Inditex enttäuscht mit Marge

(Ausführliche Fassung) - Für die Zara-Mutter Inditex wird der starke Euro zum Problem. Zwar wuchs der spanische Textilriese in der ersten Jahreshälfte dank neuer Läden weiterhin kräftig. Allerdings schwächte sich durch den Eurokurs die Profitabilität ab, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Die Bruttomarge sank unerwartet auf 56,4 Prozent. Für das operative Ergebnis (Ebit) ging es mit plus 9 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro ebenfalls nicht so stark nach oben wie von Analysten im Schnitt erhofft. Die Inditex-Aktie gab bis zum Mittag um rund 2 Prozent nach.
20.09.2017 13:38

Die Umsätze stiegen im ersten Halbjahr um 11,5 Prozent auf 11,7 Milliarden Euro. Ohne neue Filialen lag das Plus bei 6 Prozent. Unter dem Strich stieg der Gewinn um 9 Prozent auf knapp 1,4 Milliarden Euro.

Auch Konkurrent H&M musste einen Margenrückgang im ersten Halbjahr verkraften. Anders als die Schweden lässt Inditex aber einen Grossteil seiner Kollektion in Europa herstellen. Dadurch können die Spanier schneller auf Trends oder Wetterumschwünge reagieren. So hat Inditex nach eigener Aussage früher als sonst bereits Herbst- und Winterkollektionen verkauft. Dies habe den Umsätzen im August auf die Sprünge geholfen. In den zurückliegenden sechs Wochen zogen die Umsätze dem Konzern zufolge um 12 Prozent an.

Inditex betrieb im ersten Halbjahr rund 7400 Läden in über 90 Ländern. Am bekanntesten ist der Konzern für seine Marke Zara, zu Inditex gehören aber auch noch Massimo Dutti, Bershka oder Pull&Bear./she/men/jha/

(AWP)