Zurich-Gruppe steigert 2016 Reingewinn um 74%

Die Zurich Insurance Group hat sich im letzten Jahr wie erwartet deutlich verbessert. Das Betriebsergebnis und der Reingewinn kamen klar über dem Vorjahr zu liegen, welches von operativen Problemen und hohen Kosten belastet war. Die Aktionäre sollen - wie angekündigt - in den Genuss einer unveränderten Dividende von 17 CHF pro Papier kommen.
09.02.2017 07:07

Der operative Gewinn (BOP, Business Operating Profit) nahm um 55% auf 4,53 Mrd UDS zu, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilt. Der Reingewinn stieg sogar um 74% auf 3,21 Mrd USD.

Verantwortlich für die besseren Zahlen seien eine verbesserte Profitabilität im Schadenversicherungsgeschäft (General Insurance) und das anhaltende Wachstum in der Lebensversicherung (Global Life) gewesen, heisst es dazu. Im Vorjahr hatten Nachreservierungen in der Schadensversicherung und die Kosten aus der Explosion in der chinesischen Hafenstadt Tianjin das Ergebnis stark belastet.

Der Gesamtumsatz der Gruppe blieb derweil konstant bei 67,9 Mrd USD. Im Nichtleben-Geschäft (General Insurance) sanken die Prämieneinnahmen um 3% auf 33,1 Mrd USD, im Leben-Geschäft (Global Life) erhöhte sich das Geschäftsvolumen um 5% auf 30,3 Mrd USD.

In der Sparte General Insurance verbesserte sich zudem wenig überraschend die wichtige Kennzahl Combined Ratio auf 98,4% von 103,6%. In Global Life kam die bedeutende Kennzahl für das Neugeschäft (APE) in Lokalwährungen 7% über dem Vorjahr zu liegen.

Das Eigenkapital der Gruppe nahm per Ende Jahr auf 30,6 Mrd USD nach 31,2 Mrd Ende 2015 ab. Die Eigenkapitalrendite belief sich - basierend auf dem BOP - auf 11,8% (VJ 6,4%). Diese Kennzahl soll 2017 über die Schwelle von 12% klettern und danach weiter ansteigen.

Mit den Kennzahlen hat die Zurich die Analystenschätzungen beim Betriebsgewinn leicht übertroffen, bei den anderen wichtigsten Kennzahlen verpasst. Der AWP-Konsens für den BOP lag bei 4,48 Mrd USD, für den Reingewinn bei 3,27 Mrd USD und für die Combined Ratio bei 98,2%. Das Eigenkapital wurde bei 32,1 Mrd USD erwartet.

"Wir sind mit dem Geschäftsergebnis für 2016 sehr zufrieden", lässt sich CEO Mario Greco zitieren. Sowohl das Lebensversicherungsgeschäft als auch Farmers seien weiter erfreulich gewachsen, während im Schadenversicherungsgeschäft in allen Regionen stärkere zugrunde liegende Leistungen gesehen worden seien. Wie angekündigt seien zudem die Betriebskosten um 300 Mio USD gesenkt worden.

Bereits am Vorabend hatte die Gesellschaft eine Nomination für den Verwaltungsrat bekannt gegeben: Der Generalversammlung vom 29. März 2017 wird die Wahl von Catherine Bessant vorschlagen. Sie ist Chief Operations und Technology Officer bei der Bank of America. Alle weiteren Mitglieder des Verwaltungsrats stehen laut den Angaben für eine Wiederwahl zur Verfügung.

rw/ra

(AWP)