Anwalt: Ermittler in CS-Beschattungs-Affäre begeht Suizid

Ein in die Überwachung eines ehemaligen Credit-Suisse-Spitzenmanagers involvierter privater Ermittler hat dem Anwalt der beauftragten Sicherheitsfirma zufolge Suizid begangen. Der Mann habe sich das Leben genommen, sagte Thomas Fingerhuth, Anwalt der Sicherheitsfirma Investigo, am Dienstag.
01.10.2019 14:12

Die Firma hatte den zum Rivalen UBS gewechselten Iqbal Khan beschattet. Der Mann habe als Mittelsmann die Überwachung durch die Detektei in die Wege geleitet, erläuterte Fingerhuth.

Die Züricher Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet: "Wie üblich bei Todesfällen untersuchen Staatsanwaltschaft und Polizei die Umstände des Todesfalls", erklärte ein Sprecher der Oberstaatsanwaltschaft. "Nach derzeitigen Erkenntnissen gibt es keine Anzeichen für eine Dritteinwirkung, die zum Tod des Verstorbenen geführt hat."

Der Präsident der Grossbank, Urs Rohner, kondolierte den Angehörigen des Mannes. "Wir haben mit grosser Trauer und Betroffenheit Kenntnis genommen von dem tragischen Tod eines externen Sicherheitsexperten, der für die Credit Suisse tätig war", sagte er. "Wir sprechen seinen Angehörigen unser tief empfundenes Beileid aus." Darüber hinaus wollte sich der CS-Verwaltungsratschef nicht zu dem Vorfall äussern.

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(AWP)