EZB versorgt Nicht-Euro-Zentralbanken mit Euro-Liquidität

Die Europäische Zentralbank (EZB) trifft in der Corona-Krise eine Vorsichtsmassnahme gegen mangelnde Euro-Liquidität. Dazu richtet sie unter der Bezeichnung Eurep (Eurosystem repo facility for central banks) eine neue Kreditlinie für Notenbanken ausserhalb des Euroraums ein. Wie die EZB am Donnerstag in Frankfurt mitteilte, können sich die jeweiligen Notenbanken über die Kreditlinie Euro-Beträge besorgen, falls es zu Knappheiten kommen sollte. Als Gegenleistung sind Sicherheiten zu stellen. Eurep soll ein Jahr lang laufen.
25.06.2020 10:43

Der Schritt der EZB ähnelt einem Vorgehen der amerikanischen Notenbank Fed, die in der Corona-Krise andere grosse Zentralbanken, darunter die EZB, mit amerikanischen Dollar versorgt. Auch diese Massnahme zielt auf die Sicherstellung ausreichender Fremdwährungsliquidität, in diesem Fall mit der Weltreservewährung US-Dollar. Der Euro wird ebenfalls in vielen Finanz- und Handelsgeschäften verwendet. Knappheiten können deshalb rasch zu wirtschaftlichen Problemen führen./bgf/jsl/jha/

(AWP)