EZB-Wertpapierkäufe ziehen an

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre Anleihekäufe unter dem Corona-Kaufprogramm PEPP zuletzt ausgeweitet. Demnach beliefen sich die Pepp-Käufe in der Woche bis zum 9. April auf 17,1 Milliarden Euro, wie die EZB am Montag in Frankfurt mitteilte. In der vorausgegangenen Woche hatten sie noch bei 10,6 Milliarden Euro gelegen.
12.04.2021 16:15

Allerdings liegen die Zahlen noch unter dem Niveau von Mitte und Ende März. Unter Berücksichtigungen aller EZB-Programme erwarb die EZB in der vergangenen Woche Anleihen im Wert von 20,2 Milliarden Euro. Auch dies war mehr als in der Vorwoche (6,2 Milliarden Euro).

Die EZB hatte auf ihrer Zinssitzung Anfang März angekündigt, die Wertpapierkäufe über ihr Corona-Notprogramm PEPP übergangsweise zu beschleunigen. Hintergrund ist der zeitweise aus den USA nach Europa drängende Anstieg der Kapitalmarktzinsen, der die Finanzierung von Haushalten und Unternehmen verteuert und die wirtschaftliche Entwicklung zu belasten droht. Bisher hatten sich die wöchentlichen Käufe der Notenbank allerdings nicht nennenswert beschleunigt./jsl/he

(AWP)