Analysten wurden von der Stärke des neuerlichen Teuerungsschubs überrascht. Sie hatten für Juni im Schnitt nur mit einer Inflationsrate von 2,2 Prozent gerechnet. Im Monatsvergleich stieg das Preisniveau ebenfalls unerwartet stark. In dieser Betrachtung meldete die Statistikbehörde einen Preisanstieg um 0,5 Prozent, während Analysten mit einem Zuwachs um 0,2 Prozent gerechnet hatten.

Preisauftrieb kam laut ONS unter anderem durch steigende Transportkosten und durch einen überdurchschnittlich starken Anstieg der Preise für Kleidung und Schuhe. Leicht gesunken sind dagegen im Jahresvergleich die Preise für Nahrungsmittel.

Ähnlich wie in Grossbritannien ist derzeit auch in anderen führenden Industriestaaten ein deutlicher Anstieg der Inflationsraten zu beobachten. In den USA ist die Inflationsrate im Juni bis auf 5,4 Prozent gestiegen.

Mit dem erneuten Preisschub wird das Inflationsziel der britischen Notenbank von zwei Prozent weiter übertroffen. Viele Experten sehen den Anstieg der Inflation aber nur als eine vorübergehende Erscheinung./jkr/stk

(AWP)