Immobilienmarkt zeigt sich im Juni robust

(ergänzt um den Homegate-Mietindex) - Der Immobilienmarkt in der Schweiz hat die Verwerfungen der Schweizer Wirtschaft durch die Corona-Krise recht robust gemeistert. Die jüngste Preisentwicklung im Juni gibt zudem Anlass zur Hoffnung auf eine Erholung der Wirtschaft.
02.07.2020 09:36

Gemäss dem von ImmoScout24 in Zusammenarbeit mit dem Beratungsunternehmen IAZI erhobenen Swiss Real Estate Offer Index stiegen die in Inseraten ausgeschriebenen Mietpreise im Juni schweizweit leicht um 0,1 Prozent. Die Nachfrage nach Mietwohnungen bleibe konstant und die wachsende Zahl an Inseraten spreche für eine rege Marktaktivität, heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Auch laut dem von homegate.ch und der ZKB erhobenen Mietindex sind die Angebotsmieten im Juni gestiegen - und zwar um knapp 0,2 Prozent. Über die vergangenen zwölf Monate betrug der Anstieg sogar knapp 0,9 Prozent.

Regionale Unterschiede

Mit Blick auf die einzelnen Regionen zeigen sich allerdings teils deutliche Unterschiede. Während laut dem Index von ImmoScout24 und IAZI die Angebotsmieten in der Zentralschweiz mit +0,6 Prozent sowie in der Ostschweiz und Nordwestschweiz (je +0,3%) überdurchschnittlich gestiegen sind, hinkt insbesondere das Tessin (-1,0%) deutlich hinterher. In der Genferseeregion sei es zu einem Rückgang um 0,3 Prozent gekommen.

Homegate führt derweil insbesondere den Kanton Genf mit +1,3 Prozent auf dem Spitzenplatz, gefolgt von Schwyz mit +1,0 Prozent. Rückgänge hätten Obwalden (-0,6%) und Freiburg (-0,4%) verzeichnet.

Während sich bei ImmoScout24/IAZI der Kanton Zürich im Durchschnitt entwickelte, legten laut Homegate/ZKB die Mieten in der Stadt Zürich um deutliche 1,3 Prozent zu.

Eigentumsmarkt auch robust

Auch der Wohneigentumsmarkt sei im Juni von einem krisenbedingten Schock verschont geblieben, heisst es von ImmoScout24/IAZI weiter. So seien Einfamilienhäuser sogar zu 0,6 Prozent höheren Preisen beworben worden als im Vormonat. Bei Eigentumswohnungen sei ein leichter Rückgang um 0,2 Prozent zu beobachten.

"Insgesamt zeigt die Entwicklung der Angebotsmieten und -preise nach Ablauf der ersten Jahreshälfte, dass die Nachfrage nach Wohnraum robust ist", wird Martin Waeber, Managing Director von ImmoScout24 zitiert. Ohne grössere Rückschläge bei der Pandemiebekämpfung seien die Chancen auf eine wirtschaftliche Erholung in der zweiten Jahreshälfte damit intakt.

dm/ra

(AWP)