Österreichs Notenbankchef: EZB-Corona-Käufe könnten lediglich pausiert werden

Die Europäische Zentralbank (EZB) könnte ihre Corona-Wertpapierkäufe im kommenden Jahr ruhen lassen anstatt sie definitiv zu beenden. Das sagte Österreichs Notenbankchef Robert Holzmann am Mittwoch in Wien mit Blick auf das im Jahr 2020 gestartete Kaufprogramm Pepp. Ein solcher Schritt könne helfen, die Vorteile des Programms wie die hohe Flexibilität zu erhalten, falls man im Fall ökonomischer Schocks darauf zurückgreifen müsse. Ein solches Szenario sei denkbar, die EZB erwarte es aber nicht.
24.11.2021 13:53

Das Kaufprogramm Pepp wurde zu Beginn der Corona-Pandemie aufgelegt und hat ein Gesamtvolumen von 1,85 Billionen Euro. Davon hat die EZB bisher etwa 1,5 Billionen Euro in den Kauf von Wertpapieren wie Staatsanleihen investiert. Das Programm soll bis mindestens März 2022 laufen. Die EZB hat durchblicken lassen, dass ein Ende der Käufe zu diesem Zeitpunkt anvisiert wird. Das reguläre EZB-Kaufprogramm APP aus dem Jahr 2015, mit dem bisher rund drei Billionen Euro in Wertpapiere gesteckt wurden, ist unabhängig von Pepp./bgf/jsl/mis

(AWP)