Marktbeobachter verwiesen auf die schwierige Lage auf dem chinesischen Immobilienmarkt. Demnach verweigern immer mehr Hauskäufer Zahlungen, was die Sorge vor einer Schieflage des gesamten Sektors verstärken würde. In den vergangenen Jahren hatte der Bauboom in der zweitgrössten Volkswirtschaft der Welt grosse Mengen an Stahl benötigt, was den Preis für Eisenerz nach oben trieb.
Generell stehen die Preise für Industriemetalle seit Wochen unter Druck. Als Ursache gelten wachsende Sorgen über ein Abflauen der Weltwirtschaft wegen der Folgen des Kriegs in der Ukraine, der harten Vorgehensweise Chinas bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie und schnell steigenden Zinsen in vielen Volkswirtschaften. Auf einen monatelangen Anstieg der Metallpreise folgte seit dem Frühjahr eine Korrektur, die sich zuletzt fortsetzte.
Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung beim Preis für Kupfer, der auch als Konjunkturindikator angesehen wird. Auch hier ist die Notierung am Donnerstag gefallen, allerdings nur leicht auf 7325 Dollar je Tonne. Zum Vergleich: Im April wurde eine Tonne Kupfer noch über der Marke von 10 000 Dollar gehandelt./jkr/bgf/jha/
(AWP)