Roche-Grossaktionär gegen kurzfristiges Gewinnstreben

Roche-Grossaktionär André Hoffmann hat sich kritisch zum kurzfristigen Gewinnstreben von Unternehmen geäussert. Wertschöpfung müsse langfristig orientiert sein, sagte der Vizepräsident des Basler Pharmakonzerns am Donnerstag auf einer Veranstaltung zum Thema nachhaltige Finanzierung in Genf.
10.10.2019 15:25

Die Wirtschaft müsse mehr tun, als sich bescheidene Ziele zur Eindämmung des menschlichen Einflusses auf den Planeten zu setzen. "Das Unternehmen, das heute sagt: 'Ich schade niemandem, ich nutze Ressourcen und Aktivitäten auf eine Weise, die nicht schaden' - dieses Unternehmen hinkt hinterher", erklärte Hoffmann. "Wir müssen Nettozahler sein, wir müssen den entstandenen Schaden beheben. Kurzfristige Gewinnmaximierung hat den Planeten zerstört, ökologisch und sozial."

Die Erben der Roche-Gründerfamilie Hoffmann-Oeri kontrollieren den weltgrössten Hersteller von Krebsmedikamenten mit einer Mehrheit von knapp mehr als 50 Prozent der stimmberechtigten Inhaberaktien. An der Börse ist ihr Paket aktuell 22,7 Milliarden Franken wert.

(AWP)

 

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