Schweizer Medien- und Unterhaltungsbranche dürfte laut Studie langsamer wachsen

Der Schweizer Medien- und Unterhaltungsmarkt hat im vergangenen Jahr mit insgesamt 14,6 Mrd CHF rund 2,1% mehr Umsatz erwirtschaftet. Im Vergleich zu früheren Jahren sei das Wachstum jedoch geringer ausgefallen. Auch für das laufende Jahr rechnen die Experten mit einer weiteren Abschwächung des Wachstums auf 1,4%, wie es in einer am Montag veröffentlichten Studie des Beratungsunternehmens PwC heisst.
16.10.2017 11:44

Zwar habe 2016 die gesamte Branche ein Umsatzwachstum erzielt, dabei seien aber längst nicht alle Mediengattungen von einer Sättigung betroffen, so das Fazit des "Swiss Entertainment & Media Outlook 2017-2021". Die Ursachen für diese Entwicklung seien zudem seit längerem zu beobachten, meint Patrick Balkanyi, Branchenleiter bei PwC Schweiz. "Die Printmedien schreiben weiterhin rückläufige Zahlen, zudem zeichnet sich eine Marktsättigung im TV- und Internet-Abo Markt ab", so Balkanyi.

Zudem nehme die Verschiebung der Werbeeinnahmen weiter zu. Während die Online-Werbung eine Wachstumsrate von 13% verzeichnete und mittlerweile einen Marktanteil von 30% erziele, seien die Werbeeinahmen im Zeitungsmarkt mit einem Minus von 10% im letzten Jahr schneller als erwartet gesunken. Einzig die Bereiche TV- und "Out of Home"-Werbung seien stabil geblieben.

Diese Dynamik dürfte zudem in den nächsten fünf Jahren weiter anhalten. Die Experten von PwC gehen davon aus, dass bis 2021 die Online-Werbung bereits die Hälfte des Werbemarktes ausmachen dürfte. Konkret rechnen die Studienautoren mit einer Umsatzmarke von 16 Mrd CHF bis voraussichtlich 2021.

Diese dürfte dank einer Welle neuer, personalisierter Inhalte unter anderem in den Bereichen eSports oder Virtual Reality erreicht werden. Aufgrund dieses teilweise noch unerschlossenen Potentials prognostiziert das Beratungsunternehmen für die gesamte Branche ein jährliches Wachstum von rund 1,5% über die nächsten fünf Jahre hinweg.

sta/yr

(AWP)