Laut der jüngsten Umfrage rechnen 62 Prozent der Befragten aus der Schweizer Immobilienwirtschaft für 2020 insgesamt mit einem sinkenden Transaktionsvolumen, verglichen mit nur 14 Prozent zu Jahresbeginn. Rund ein Drittel rechnet aber auch mit einem gleichbleibenden Niveau.

Demnach wird im Bereich Wohn- und Logistikimmobilien eine vergleichsweise hohe Stabilität erwartet. Die Zukunft von Büro- und Detailhandelsimmobilien werde kritischer gesehen. Zu Jahresanfang hätten noch 43 Prozent eine steigende Kaufpreisentwicklung für Büroimmobilien erwartet. Heute rechnet damit niemand mehr, wie es heisst. Im Detailhandel würden die ausbleibenden Umsätze belasten.

Bei Hotelimmobilien gehen sogar 94 Prozent der Befragten von sinkenden Preisen aus. Reisebeschränkungen, abgesagte Messen und vorübergehende Hotelschliessungen drücken hier die Erwartungen.

"Auch wenn die langfristigen Folgen noch nicht abzusehen sind: Die Schweizer Immobilienwirtschaft steht angesichts der COVID-19-Krise vor gewaltigen Herausforderungen", wird EY-Partner und Studienautor Claudio Rudolf zitiert. Pessimismus sei aber fehl am Platz.

Zwar werde mit Mietausfällen und einer restriktiveren Kreditvergabe gerechnet. Das Niedrigzinsumfeld bleibe aber bestehen und laufende Finanzierungen seien nicht in Gefahr. Entscheidend werde sein, wie lange die Krise die Wirtschaft und Gesellschaft im Griff hat und welche langfristigen Auswirkungen die Pandemie hat.

EY Schweiz (vormals Ernst&Young) hat die Umfrage im Zeitraum 27. bis 31. März durchgeführt und sie beruht auf 90 Antworten.

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(AWP)