UBS-Standorte in Deutschland werden durchsucht - Verdacht auf Steuervergehen

(Meldung mit Angaben der Staatsanwaltschaft Bochum ergänzt) - Bei der UBS ist es in Deutschland im Rahmen eines Steuerstrafverfahrens zu Durchsuchungen durch die deutsche Staatsanwaltschaft gekommen. Ein Sprecher von UBS Deutschland wie auch die Staatsanwaltschaft Bochum bestätigten am Mittwoch gegenüber AWP eine entsprechende Meldung der Zeitschrift "Wirtschaftswoche". Grundlage der Ermittlungen ist ein Datensatz zu rund 2'000 Kunden der UBS Luxemburg, der vom deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen von einem Informanten angekauft wurde.
27.09.2017 15:12

In dem Verfahren seien bereits seit Dienstagvormittag bundesweit Durchsuchungsmassnahmen unter Beteiligung von bis zu 130 Staatsanwälten und Steuerfahndern durchgeführt worden, sagte der Sprecher der Bochumer Staatsanwaltschaft am Mittwochnachmittag auf Anfrage. Die Massnahme sei noch nicht abgeschlossen. Von der Durchsuchung betroffen ist offenbar die UBS-Niederlassung in Frankfurt.

Auch ein UBS-Sprecher bestätigte am Mittwoch die Durchsuchungen, wollte aber unter Hinweis auf das laufende Verfahren keine weiteren Angaben machen. Die UBS arbeite "vollumfänglich mit den Behörden zusammen", betonte er.

Im Ermittlungsverfahren gehe es um den Verdacht, dass die Beschuldigten "Erträge aus Kapitalanlagen bei der UBS (Luxembourg) - heute UBS Europe, Niederlassung Luxembourg - in ihren Einkommensteuererklärungen respektive dort angelegtes Kapital in ihren Erbschaftsteuererklärungen pflichtwidrig nicht angegeben haben", so der Sprecher der Staatsanwaltschaft.

tp/mk

(AWP)