Unternehmensstimmung in der Eurozone signalisiert Wachstum

(Ausführliche Fassung) - Die Unternehmensstimmung in der Eurozone hat sich im März unerwartet stark aufgehellt. Der Indexwert des britischen Forschungsinstituts Markit für die Stimmung der Einkaufsmanager stieg auf 53,2 Punkte, nach 48,8 Zählern im Februar, wie Markit am Mittwoch nach einer zweiten Schätzung mitteilte. In der ersten Erhebung hatte Markit einen Indexwert von 52,5 Punkten gemeldet. Analysten hatten eine Bestätigung der ersten Veröffentlichung erwartet. Der Indexwert stieg damit deutlich über die Wachstumsschwelle von 50 Punkten und signalisiert eine Zunahme der wirtschaftlichen Aktivitäten.
07.04.2021 10:27

Eine deutliche Stimmungsaufhellung zeigte die Markit-Umfrage im Bereich Dienstleistungen. Hier stieg der Indexwert für März auf 49,6 Punkte, nach 45,7 Zähler im Februar. Er liegt damit nur noch knapp unter der Expansionsschwelle. Der Dienstleistungssektor wird durch Massnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie belastet. Ein deutlich besseres Stimmungsbild zeigte sich hingegen in der Industrie. Wie bereits am vergangenen Donnerstag gemeldet wurde, liegt der Indexwert bereits deutlich über der Expansionsschwelle.

In Deutschland schaffte der Indexwert für den Bereich Dienstleistungen den Sprung über die Marke von 50 Punkten, während er in Frankreich, Italien und Spanien weiter unter der Expansionsschwelle lag.

"Angeführt vom rasanten Produktionswachstum in Deutschland boomte der Industriesektor, und der schwer gebeutelte Servicesektor stabilisierte sich", erklärte Markit-Chefökonom Chris Williamson. Durch die Impfkampagnen seien die Wachstumserwartungen so optimistisch wie seit über drei Jahren nicht mehr. Nach Einschätzung von Williamson deutet die Umfrage darauf hin, dass die Wirtschaft die jüngsten Lockdowns "weitaus besser verkraftet hat als von vielen erwartet".

/jkr/jha/

(AWP)