Aktien Frankfurt Ausblick: Alle Blicke richten sich auf US-Inflationsdaten

Nach der Kurserholung zum Wochenstart dürfte der Dax am Dienstag zum Auftakt zunächst moderat zulegen. Beobachter rechnen vor wichtigen US-Inflationsdaten vorerst jedoch mit wenig Bewegung am Markt. Der X-Dax als vorbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex signalisierte am Morgen rund eine Stunde vor dem Handelsstart ein Plus von 0,07 Prozent auf 15 712 Punkten. Für den EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone deutete sich zuletzt ein Zuwachs von 0,05 Prozent an.
14.09.2021 08:15

Börsianern zufolge prägt eine Erholung nach den Verlusten der Vorwoche derzeit das Bild. In den USA hatte der Dow nach zuletzt fünf schwachen Handelstagen und dem Rückfall auf den tiefsten Stand seit fast zwei Monaten zu Wochenbeginn wieder aufgeholt. Auch der Dax hatte am Vortag zugelegt. Auf die Kursgewinne in New York folgte nun am Dienstag auch eine recht solide Entwicklung an vielen Handelsplätzen in Asien.

Dabei bleiben Konjunktursorgen, die Inflation und die grassierende Delta-Variante weiter die beherrschenden Themen. Gleichzeitig sind die Börsen "hin- und hergerissen von der Unsicherheit über die Dämpfung der Geldpolitik der US-Notenbank Fed und deren Auswirkungen auf die saftigen Bewertungen überall", wie Jeffrey Haley vom Broker Oanda erläuterte. Alle Blicke richten sich nun auf die am Nachmittag anstehenden US-Inflationsdaten.

Die Verbraucherpreise sind ein wichtiges Kriterium für die US-Währungshüter, die in der kommenden Woche zusammentreffen. Die Sitzung gilt als besonders wichtig, da die Fed zuletzt eine Drosselung ihrer Anleihekäufe signalisiert hatte. Am Markt herrscht laut Börsianern derzeit Konsens, dass der Preisauftrieb im August zumindest nicht weiter Fahrt aufgenommen hat. "Eine Stabilisierung der Inflationsrate würde die Fed zumindest nicht zusätzlich unter Druck bringen", glaubt Marktbeobachter Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners.

Auf Unternehmensseite hierzulande dürfen Aktien des Motorenherstellers Deutz nach einer optimistischeren Jahresprognose einen Blick wert sein. Das gilt auch für Siemens Healthineers - der Vorstandschef des Medizintechnikunternehnens, Bernd Montag, kündigte in einem Interview höhere Mittelfristziele im November an.

Unterdessen strich der Immobilienkonzern Vonovia die Annahmeschwelle für den geplanten Zukauf des Konkurrenten Deutsche Wohnen und verlängerte zudem die Übernahmefrist.

Daneben sorgte zuletzt auch eine Kaufempfehlung für die Container-Reederei Hapag-Lloyd durch die Deutsche Bank für Kursbewegung, vorbörslich ging es für die Papiere aufwärts./tav/jha/

(AWP)