Devisen: Euro gibt Gewinne ab - Zum Franken über 1,10

Der Euro hat am Montag zwischenzeitliche Gewinne abgegeben und ist wieder unter 1,14 US-Dollar gefallen. Am Mittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1390 Dollar etwas unter dem Niveau vom Freitag gehandelt.
10.07.2017 13:31

Gegenüber dem Franken legte der Euro zum Wochenstart zu und kletterte über die Marke von 1,10 CHF. Am Mittag geht die Gemeinschaftswährung bei 1,1012 CHF um. Die Devisenexperten der ZKB rechnen damit, dass das EUR/CHF-Paar mittelfristig einen Kurs von 1,12 CHF erreichen wird. Der US-Dollar stieg zum Franken ebenfalls an. Er kostet am Montag-Mittag 0,9668 CHF. Für den US-Dollar rechnen die Experten in den nächsten Monaten mit einem moderaten Abwärtstrend gegenüber dem Franken.

Ein überraschend starker Anstieg der deutschen Exporte im Mai konnte dem Euro keinen dauerhaften Schwung verleihen. Das Geschehen am weltweiten Devisenmarkt war insgesamt geprägt von einer gestiegenen Risikofreude der Anleger, die Händler unter anderem auf den robusten US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag zurückführen. Schwellenländerwährungen wie die türkische Lira oder der südafrikanische Rand legten zu, während als sichere Häfen geltende Währungen wie der Schweizer Franken und der japanische Yen an Wert verloren.

Der Yen fiel am Montag auf den schwächsten Stand seit Mitte Mai. In der Nacht auf Freitag hatte Japans Notenbank am Rentenmarkt eingegriffen, um ihr Renditeziel zu verteidigen. Es war die dritte Intervention seit Einführung des Renditeziels als Instrument der Geldpolitik im September. Am Montag bekräftigte Notenbankchef Haruhiko Kuroda abermals seine Entschlossenheit, die selbst gesetzten Ziele zu verteidigen. Der Schweizer Franken gab deutlich nach und war im Verhältnis zum Euro so schwach wie seit über einem Jahr nicht mehr. Für einen Euro mussten die Anleger zuletzt über 1,10 Franken zahlen.

Deutliche Bewegung am Devisenmarkt gab es ausserdem bei der norwegischen Krone. Ein überraschend geringer Rückgang der Teuerungsrate in Norwegen hatte der Währung zwischenzeitlich um gut ein halbes Prozent Auftrieb gegeben. Der Anstieg blieb aber nicht nachhaltig.

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(AWP)