Devisen: Euro legt moderat zu - Franken auch stärker gesucht

Der Euro hat sich am Mittwoch gegenüber dem US-Dollar etwas erholt. Nachdem die Gemeinschaftswährung am späten Vorabend auf einen 15-monatigen Tiefstand von 1,1524 US-Dollar gefallen war, kostet sie am Mittwochmittag 1,1563 Dollar.
13.10.2021 13:22

Etwas fester präsentiert sich auch der Franken am Mittag. Entsprechend notiert das Euro/Franken-Paar mit aktuell 1,0722 Franken nur knapp über dem bisherigen Tagestief. Auch das Dollar/Franken-Paar bewegt sich bei 0,9273 Franken auf Tagestief.

Der Vormittagshandel verlief ruhig und ohne starke Impulse. Der Euro profitiert etwas von dem schwächeren US-Dollar. Dieser wird durch die überwiegend freundliche Marktstimmung unter Druck gesetzt. Der Dollar gilt vielen Anlegern als Reservewährung in unsicheren Zeiten. Ist die Stimmung an den Börsen gut, verliert der Dollar häufig an Wert.

Die am Vormittag veröffentlichten Konjunkturdaten brachten wenig Überraschung. In Deutschland wurde der hohe Preisauftrieb auf Verbraucherebene bestätigt, während die Industrie der Eurozone ihre Produktion in etwa erwartungsgemäss zurückfuhr. Hintergrund sind anhaltende Engpässe im weltweiten Handel mit Rohstoffen und Vorprodukten.

Am Nachmittag richten sich die Blicke der Anleger in Richtung USA. Dort stehen neue Inflationszahlen auf dem Programm. An dem starken Preisauftrieb dürfte sich nach Einschätzung von Ökonomen nicht viel ändern.

Daneben wird die US-Notenbank Fed am Abend ihr Protokoll zur jüngsten Zinssitzung veröffentlichen. Die Fed steuert auf eine erste moderate Straffung ihrer extrem grosszügigen Geldpolitik zu. Analysten erwarten, dass sie noch in diesem Jahr mit der Verringerung ihrer milliardenschweren Wertpapierkäufe beginnen wird.

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(AWP)