Sika-Aktien profitieren von Aufnahme in den SMI - Indexfonds müssen zugreifen

Sika starten mit überdurchschnittlichen Kursgewinnen in die neue Woche. Die Aktien des Bauzulieferers werden schon bald - per 15. Mai - in den Swiss Market Index (SMI) und somit in die oberste Börsenliga aufgenommen. Das löst Käufe von Indexorientierten Anlegern aus, die ihre Portfolios entsprechend umschichten müssen.
08.05.2017 09:35

Bis um 09.20 Uhr ziehen Sika Inhaber um 0,9% auf 6'550 CHF an. Bei 6'595 CHF wurde in den ersten Handelsminuten der höchste je bezahlte Preis notiert. Der am SPI gemessene Gesamtmarkt notiert derweil 0,25% tiefer.

Die ausserplanmässige Indexrevision wurde notwendig, weil die Übernahme des Agrochemiekonzerns Syngenta durch ChemChina auf der Zielgeraden liegt und die Dekotierung der Basler wohl nicht mehr lange auf sich warten lassen wird. Per se kommt die Kür von Sika als Nachfolger aber nicht überraschend, meint die ZKB. Aufgrund der jüngsten Selektionsliste der Schweizer Börse habe man diesen Wechsel erwartet.

Nichts desto trotz sehen sich indexorientierte Anleger nun gezwungen zuzugreifen, denn bereits nächste Woche sind Sika fester Bestandteil des SMI. Die Aufnahme in den Leitindex dürfte nicht nur dem Ansehen der Innerschweizer helfen, sondern auch das Interesse an deren Aktien bei internationalen Investoren erhöhen, urteilt Vontobel-Experte Bernd Pomrehn.

Dieser erhöht sein Kursziel für Sika auf 7'000 von 6'750 CHF und belässt die Einstufung auf "Buy". Er habe nun sein Bewertungsmodell angepasst, wodurch sich das Kursziel erhöht habe, so Pomrehn abschliessend.

Bereits letzten Freitag hatte sich Bernstein-Analyst Phil Roseberg dahingehend geäussert, dass die Sika-Papiere in der Poleposition für die Syngenta-Nachfolge stehen. Roseberg erwartet nun eine "erhebliche" Nachfrage nach Sika-Papieren. Denn er höre regelmässig die Klage von Kunden und Händlern, dass Sika-Aktien schwer zu bekommen seien.

In einem solchen Verkäufermarkt sei es daher wahrscheinlich, dass "erzwungene" Käufe von Indexfonds - Roseberg schätzt die Nachfrage auf mindestens das 15-Fache eines durchschnittlichen Tagesvolumens - den Marktpreis höher treiben werden, als bei einer "normalen" Index-Anpassung zu erwarten wäre.

ra/cf

(AWP)