Strafanzeige gegen Straumann in Südkorea

(Ergänzt um Stellungnahme von Straumann) - Der Zahnimplantatehersteller Straumann hat in Südkorea eine Strafanzeige am Hals. Die koreanische Staatsanwaltschaft ermittelt. Ein Straumann-Sprecher bestätigte auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda am Mittwochabend einen entsprechenden Bericht der "Handelszeitung".
31.05.2017 18:36

Der Unternehmenssprecher bestätigte, dass eine Anzeige gegen eine Straumann-Mitarbeiterin eingegangen sei und ein Untersuchungsverfahren laufe. Keine Angaben macht Straumann zum Grund für die Ermittlungen.

Laut der "Handelszeitung" ist der Grund eine mutmassliche geheime Zusammenarbeit (Konspiration) eines Ex-Megagen-Mitarbeiters mit einer Mitarbeiterin von Straumann. Die Manager sollen im Zuge der Beteiligungsverhandlungen von Straumann am südkoreanischen Dentalimplantateproduzenten Megagen widerrechtlich Geschäftsgeheimnisse ausgetauscht haben. Straumann soll sich mit den Informationen einen Vorteil in den Verhandlungen verschafft haben.

Die "Handelszeitung" machte die Untersuchung und auch die Hausdurchsuchungen öffentlich (Vorabdruck der Ausgabe am Donnerstag). Es gilt die Unschuldsvermutung.

Der Straumann-Sprecher betonte, dass man davon ausgehe, dass die Mitarbeiterin nichts Kriminelles gemacht habe und man daher glaube, dass es zu keiner offiziellen Anklage kommen werde.

cf/

(AWP)