UBP und Edmond de Rothschild laut Medien in kanadischen Insiderfall involviert

Die beiden Genfer Privatbanken Union Bancaire Privée (UBP) und Edmond de Rothschild sind laut einem kanadischen Zeitungsbericht in Insidervergehen involviert, die derzeit in der Provinz Québec für viel Aufmerksamkeit sorgen. Das für die Insidertransaktionen verwendete Geld sei über Konten bei der UBP geflossen, die Erlöse seien anschliessend zu Edmond de Rothschild transferiert worden, schreibt die Zeitung "La Presse". Dabei gehe es um Beträge in Millionenhöhe.
13.04.2017 16:24

Gemäss dem Bericht sollen die Finanzbehörden von Québec im November von der Schweizer Meldestelle für Geldwäscherei (MROS) Bestätigungen für entsprechenden Transaktionen auf Konten der UBP und der Bank Edmond de Rothschild erhalten haben. Die MROS wollte auf Anfrage der AWP allerdings unter Hinweis auf das Amtsgeheimnis keine Stellung zum Bericht nehmen. Auch die beiden Banken wollten keinen Kommentar abgeben.

Im Zentrum der Affäre steht David Baazov, Gründer und ehemaliger CEO des Online-Wettportals Amaya. Er war bereits vor drei Jahren von der Justiz in Québec im Zusammenhang mit der Übernahme des Spiele-Portals PokerStars durch die Amaya des Insiderhandels beschuldigt worden. Ausserdem soll er weitere Insiderinformationen im Zusammenhang mit verschiedenen Übernahmen in dem Sektor weitergegeben haben. Ein Prozess gegen ihn ist laut "La Presse" für den November angesetzt.

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(AWP)