Die Konservativen haben spätestens seit der Wahlniederlage gegen die jetzige Regierungspartei Labour im Sommer 2024 einen schweren Stand bei den Menschen im Vereinigten Königreich. In Umfragen landet die Partei der grossen früheren Premierminister wie Winston Churchill teils nur noch auf dem dritten Platz; Reform UK um den früheren Brexit-Vorkämpfer Nigel Farage gelang es, etliche Wählerinnen und Wähler auf die eigene Seite zu ziehen.
«Viele von ihnen gehören eigentlich zu uns. Wir haben sie enttäuscht und wir wollen, dass sie nach Hause zurückkehren», sagte Badenoch über die Menschen, die ihrer Partei den Rücken gekehrt hatten. «Sie verdienen etwas Besseres als Reform-Politiker.» Die 46-Jährige ist seit November 2024 Parteivorsitzende und geniesst als einzelne Politikerin höhere Beliebtheitswerte als ihre Partei.
Schwierige politische Lage
In einem BBC-Interview am Dienstag hatte Badenoch erklärt, aufgrund der «volatilen» politischen Lage könnten die Tories die nächste Wahl gewinnen. Allerdings schränkte sie ein: «Ich sage nicht, dass wir gewinnen würden. Die aktuellen Umfragen deuten auf ein Parlament ohne klare Mehrheit hin, in dem keine Partei über eine absolute Mehrheit verfügt.» Ihre Prognose sei, dass es unmittelbar danach eine weitere Wahl geben würde. Die Konservativen seien die einzige glaubwürdige Alternative zu Labour.
Während ihrer Rede versprach Badenoch für den Fall eines Wahlsiegs Steuersenkungen. Die nächste Wahl, die planmässig erst 2029 stattfinden soll, sei ein «Kampf um die Seele dieser Nation, ein Kampf der Ideen», sagte sie./mj/DP/nas
(AWP)
