Die Entscheidung ist nun allerdings nur mit einer Mehrheit von 6 zu 3 Stimmen gefällt worden. Die drei Gegenstimmen kamen von Megan Greene, Cathrine Mann und vom Chefvolkswirt der Notenbank, Huw Pill. Sie sprachen sich für eine Leitzinsanhebung um 0,25 Punkte aus. Schon im Juni hatten Greene und Pill für eine Zinserhöhung gestimmt.

Die Notenbank versucht die Bedrohung durch die wiederauflebenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran gegen Signale für einen nachlassenden Inflationsdruck abzuwägen. Die Unsicherheit bleibt angesichts stark schwankender Energiepreise und der Lage im Iran-Krieg gross.

«Es gibt bislang kaum Anzeichen für Zweitrundeneffekte, auch wenn es noch zu früh ist, um sich davon allzu sehr beruhigen zu lassen», sagte der Gouverneur der Bank of England, Andrew Bailey. «Die Beibehaltung des Leitzinses ist angemessen, da die globalen Rahmenbedingungen unsicherer und inflationärer zu sein scheinen, während die inländischen Rahmenbedingungen hinsichtlich der Inflationsaussichten insgesamt günstiger sind.»

Die Renditen britischer Staatsanleihen gaben nach der Entscheidung etwas nach. Das britische Pfund und die britischen Aktienmärkte bewegten sich kaum. /jsl/jha/

(AWP)