Die Darlehen in der Höhe von 119 Millionen Franken lösten Gesamtinvestitionen von 533 Millionen Franken aus, wie das Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) in seiner Auswertung des Programms schrieb. Damit sei das 4,5-Fache der eingesetzten Bundesmittel investiert worden.
Die energetische Wirkung ist gemäss der Auswertung erheblich. Der Heizenergiebedarf der sanierten Gebäude sank demnach um 75 Prozent, was einer jährlichen Einsparung von 2650 Tonnen CO2-Emissionen entspricht. Diese Energiemenge decke den Heizbedarf von 5300 durchschnittlichen Neubauhaushalten. Die Analyse stützte sich auf die Gebäudeenergieausweise der Kantone (GEAK Plus).
Sämtliche Gebäude erfüllen nach der Sanierung die gesetzlichen Anforderungen an die Gebäudehülle von Neubauten. 95 Prozent erreichen gar den Neubaustandard bei der Gesamtenergieeffizienz. Vier von fünf Gebäuden erfüllen den Neubaustandard bei Gebäudehülle, Gesamtenergieeffizienz und direkten CO2-Emissionen.
Bei 68 Prozent der Gebäude erfolgte ein Wechsel zu einem erneuerbaren Energieträger. Neu installierte Photovoltaikanlagen produzieren jährlich 1500 Megawattstunden Solarstrom.
71 Projekte unterstützt
Das zwischen 2021 und 2025 laufende Sonderprogramm des Fonds de Roulement (FDR) unterstützte 71 Projekte in allen Sprachregionen. Im Durchschnitt investierten die gemeinnützigen Bauträger 220'000 Franken pro Wohnung. Das Programm machte ein Drittel aller in diesem Zeitraum bewilligten FDR-Darlehen aus. Bei reinen Erneuerungsvorhaben betrug der Anteil sogar drei Viertel.
Die Sanierungen erfolgten grösstenteils im bewohnten Zustand. Bestehende Mietverhältnisse konnten weitergeführt werden, Leerkündigungen wurden vermieden. Dank der Zinsfreiheit der Darlehen für die ersten zehn Jahre stiegen die Mietzinse trotz der Investitionen nur moderat an. Das Sonderprogramm ist laut BWO nun abgeschlossen.
(AWP)
