Der Bundesrat liess sich am Mittwoch über die erste Hochrechnung für das Jahr 2026 informieren. Die Einnahmen veränderten sich gegenüber dem Budget um 1,9 Milliarden Franken. Der Löwenanteil davon - rund 1,4 Milliarden Franken - sind auf höhere Einnahmen aus der Gewinnsteuer zurückzuführen.

Höhere Gewinnsteuern gab es namentlich in den Kantonen Luzern, Zürich und Basel-Stadt, wie das Finanzdepartement mitteilte, und sie konzentrieren sich auf einige wenige Unternehmen. Das starke Wachstum zeichnete sich schon im Frühsommer ab, sodass es im Budget für 2027 berücksichtigt werden konnte. Die Botschaft zum Voranschlag liegt seit Ende Juni beim Parlament.

Positiv auswirken werden sich auch vorübergehende Mehreinnahmen aus Genf. Sie betreffen die Gewinnsteuer und auch die Einkommenssteuer; beide Posten erhöhen sich deswegen um je 0,2 Milliarden Franken. Auch aus der Mineralölsteuer kommen um 0,3 Milliarden Franken höhere Einnahmen. Grund ist die langsamer steigende Zahl von E-Autos.

Über dem Budget werden allerdings auch die Ausgaben liegen. Denn die Hochrechnung enthält einen Nachtragskredit von 970 Millionen Franken für zusätzliche Rüstungsgüter. Die Mittel werden für Systeme zur bodengestützten Luftverteidigung und für die Abwehr von Minidrohnen benötigt.

(AWP)