«Ich freue mich, die offizielle Wiedereröffnung der schweizerischen diplomatischen Vertretung zu feiern», verkündete der Vorsteher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) auf dem Social Media-Kanal X. Dies sei ein konkreter Schritt zur Stärkung des direkten Dialogs mit der Arbeiterpartei Koreas (DVRK).
In Pjöngjang traf Cassis mit der Aussenministerin Choe Son Hui und dem Sekretär des Zentralkomitees der DVRK, Jo Yong Won, zusammen. In beiden Gesprächen sei es um die Normalisierung der politischen Beziehungen und die Wiederaufnahme eines politischen Dialogs gegangen, so Cassis auf der Nachrichtenplattform X. Ausserdem habe man sich über die Sicherheitslage auf der koreanischen Halbinsel ausgetauscht.
Das diplomatische Büro in der nordkoreanischen Hauptstadt ist bereits seit dem 19. Oktober wieder in Betrieb. Das Büro ist der Schweizer Botschaft in Peking unterstellt, welche weiterhin für die diplomatischen und konsularischen Beziehungen zu Nordkorea zuständig ist. Geschlossen wurde das Büro einst im März 2020 aufgrund der Covid-19-Pandemie.
Deutscher Bundeskanzler Merz an der Grenze
Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz hat auf seiner Reise nach Südkorea bei einem Besuch der innerkoreanischen Grenze an die deutsche Wiedervereinigung vor 36 Jahren erinnert. «Wollen wir hoffen, dass auch Korea eines Tages die Chance bekommt, die staatliche Einheit zurückzugewinnen», sagte er gemäss der Deutschen Presse-Agentur (DPA) am Rande der entmilitarisierten Zone.
Man merke es an diesem Platz auch, wie sehr so ein Land an einer Teilung leide und wie sehr auch der Wunsch besteht, jedenfalls in diesem Teil der koreanischen Halbinsel, wiedervereinigt zu werden, so Merz weiter. Er sei auch bei seinen Gesprächen in Seoul mehrfach auf die deutschen Erfahrungen mit der Wiedervereinigung angesprochen worden, fügte Merz hinzu.
(AWP)
