Zwei Menschen seien getötet und neun verletzt worden, teilte der Gouverneur des Moskauer Gebiets, Andrej Worobjow, mit. Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden.
Grosses Öllager als Ziel?
Sollten die Angaben zur Zahl der abgeschossenen Drohnen zutreffen, würden sie auf einen grossen Angriff der Ukraine hindeuten. Das Portal «Kyjiv Independent» berichtete unter Berufung auf Augenzeugen, bei dem Angriff sei ein Öllager rund 40 Kilometer südöstlich von Moskau ins Visier genommen worden.
Die Anlage in dem Ort Konstantinowka ist nach russischen Angaben das grösste Reservoir der Region und ein wichtiger Knotenpunkt der Treibstoffversorgung für Moskau. Offizielle Angaben zu diesem angeblichen Treffer wurden nicht gemacht. Die Ukraine zielt auf Anlagen der russischen Ölindustrie, um so auch den für Moskaus Kriegskasse wichtigen Energieexport zu treffen.
Gouverneur Worobjow sprach zudem von 47 beschädigten Wohnhäusern. In einer Lagerhalle in dem Ort Litwinowo wurde nach örtlichen Angaben ein Brand ausgelöst, die Mitarbeiter seien in Sicherheit gebracht worden. Die Drohnenangriffe gingen nach Sobjanins Angaben bis in den Vormittag weiter. Der Moskauer Flughafen Scheremetjewo, der grösste in Russland, musste zeitweise den Betrieb einstellen.
Ukraine zielt auf Ziele im russischen Hinterland
Die Ukraine verteidigt sich mit westlicher Hilfe seit mehr als viereinhalb Jahren gegen eine grossangelegte russische Invasion. Als Teil ihres Abwehrkampfes nimmt sie immer wieder auch Ziele im russischen Hinterland ins Visier.
Auch Russland beschiesst das Hinterland des Nachbarn systematisch und setzt dazu Drohnen und Raketen ein. Bei den Attacken kommen in der Ukraine fast täglich Zivilisten zu Tode, Wohnhäuser und für die Bewohner lebenswichtige Infrastruktur werden zerstört.
Am Montag waren durch russische Fliegerbomben in der ostukrainischen Grossstadt Charkiw nach Behördenangaben mindestens sechs Menschen getötet worden. Die Ermittlungsbehörden sprachen von 59 Verletzten. Unter den Trümmern eines Wohnhauses wurde weiter nach möglichen weiteren Opfern gesucht./hme/DP/zb
(AWP)
