CSU-Chef Markus Söder hatte Aigner bereits im April als Kandidatin ins Spiel gebracht. In dieser Woche hat sich nach Angaben aus mehreren hochrangigen Quellen auch die CDU-Führung auf sie festgelegt. Die 61-Jährige hat auch die Unterstützung der SPD. Merz selbst hat sich bisher noch nicht öffentlich zu Aigner geäussert und auf die Gremiensitzungen verwiesen.

Koalition hat Mehrheit von 50 Stimmen

Union und SPD haben in der Bundesversammlung eine Mehrheit von etwa 50 Stimmen. Es gilt als wahrscheinlich, dass Merz auch noch versucht, die Grünen mit ins Boot zu holen, die ebenfalls Sympathien für Aigner gezeigt haben. Der Kanzler hat sich für eine «Kandidatin der Mitte» ausgesprochen.

Aigner wäre die erste Bundespräsidentin, nachdem in den vergangenen acht Jahrzehnten zwölf Männer an der Staatsspitze der Bundesrepublik standen. Sie wäre auch die erste CSU-Politikerin in diesem Amt. Sechs kamen aus der CDU, drei aus der SPD, zwei aus der FDP und mit Joachim Gauck war einer parteilos./mfi/DP/mis

(AWP)