Evonik schliesst insgesamt zwei kleinere Standorte

Am Standort in Bitterfeld sind laut Unternehmen 40 Mitarbeiter beschäftigt. Das Werk soll Ende April 2027 schliessen. In Bitterfeld produziert das Unternehmen Chlorsilane, die als Rohstoff für Mikrochips und Glasfaserkabel genutzt werden. Neben dem Standort Bitterfeld will Evonik auch ein weiteres kleineres Werk in Hamburg schliessen, in dem 50 Mitarbeiter beschäftigt sind. Die an den Standorten betriebenen Geschäfte würden aber weitergeführt und im Wesentlichen an grösseren Standorten in Deutschland konzentriert.

Branchenverbände warnen vor Dominoeffekt

Die Schliessung des Evonik-Standorts in Bitterfeld reiht sich in eine Serie von Rückschlägen für die Chemieindustrie in Sachsen-Anhalt ein. Ende 2025 meldeten drei deutsche Tochterfirmen des belgischen Chemieunternehmens Domo Chemicals Insolvenz an. Auch der US-Konzern Dow hatte im Juli 2025 angekündigt, Teile seiner Anlagen in Schkopau und im sächsischen Böhlen bis Ende 2027 zu schliessen. Branchenverbände warnen seither vor einem Dominoeffekt im Mitteldeutschen Chemiedreieck, in dem nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit insgesamt rund 100 Firmen mit etwa 10.000 Beschäftigten ansässig sind./sus/DP/zb

(AWP)