Peking forderte Deeskalation und eine Rückkehr zum Dialog. China werde alle notwendigen Massnahmen ergreifen, um seine Interessen zu wahren, kündigte Lin an.
Die USA hatten zuvor ein Vorgehen gegen Irans Handelspartner angedroht. Das US-Finanzministerium habe «jeden Knotenpunkt, jeden Vermittler und jedes Netzwerk erfasst, das der Iran für Ölschmuggel und die Umgehung von Sanktionen genutzt hat», sagte Finanzminister Scott Bessent am Montag. China ist der weltweit grösste Abnehmer iranischen Öls. Die Zusammenarbeit zwischen China und dem Iran erfolge im Rahmen des Völkerrechts und sollte nicht gestört werden, erklärte Lin auf Nachfrage.
Sanktionen gegen chinesische Firmen
Einige Massnahmen richteten sich laut der Mitteilung des US-Finanzministeriums gegen mehrere in der chinesischen Sonderverwaltungsregion Hongkong ansässigen Firmen sowie weitere Einzelpersonen in China. Die USA wollen damit Irans globales Beschaffungsnetzwerk für Atom- und Raketentechnologie stören. Die Firmen sollen unter anderem als Zwischenhändler für die Beschaffung wichtiger Güter wie technische Ausrüstung im Bereich Optik an den Iran fungiert haben, wie aus der Mitteilung hervorging.
Mit den Massnahmen dürfte Washington Geschäfte mit dem Iran erschweren wollen. Sanktionen etwa gegen chinesische Banken, die für grösseren Ärger im Verhältnis zwischen China und den USA sorgen könnten, blieben vor einem wichtigen Treffen im September zunächst aus. In rund einen Monat will US-Präsident Donald Trump Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping in den USA empfangen. Trump hatte den Chinesen während seines Peking-Besuchs im Mai eingeladen./jon/DP/mis
(AWP)
