Die Aktien von Clariant stehen gegen 10.00 Uhr rund 2,0 Prozent im Minus auf 10,23 Franken. Der Gesamtmarkt gemessen am SPI notiert derweil um 0,53 Prozent unter dem Schlussstand vom Vorabend.

Die schwachen Endmärkte führten für Clariant zu einem weiteren schwachen Quartal, urteilen die Experten von Vontobel. Die übertroffenen Erwartungen beim Umsatz seien zudem mit geringeren Margen einhergegangen, da der höhere Erlös preis- und nicht volumenbedingt war. Der zuletzt starke Kursanstieg vom Sommer werde durch «ermutigende» Entwicklungen im Ethylen-Rechtsstreit gestützt. Eine endgültige Entscheidung könnte allerdings «noch Jahre» dauern.

Für die Analysten von Bernstein zeigen sich bei Clariant zwar Fortschritte bei den Kosteneinsparungen, doch angesichts des anhaltenden Iran-Konflikts befürchten sie, dass die Prognosen «schwer» zu erreichen sein werden.

Wie es bei der ZKB heisst, kann die bestätigte Guidance darüber «hinwegtrösten», dass der Umsatz noch nicht in höhere Profitabilität umgesetzt werden konnte. Jedenfalls liege der faire Wert pro Aktie nach Berücksichtigung des Abschlags von 20 Prozent für Rechtsfälle weiterhin über dem aktuellen Aktienkurs.

sta/hr

(AWP)