Dieser sieht insbesondere einen «gerechten, geordneten und ausgewogenen Übergang weg von fossilen Brennstoffen in den Energiesystemen vor, um bis 2050 einen Netto-Nullverbrauch im Einklang mit wissenschaftlichen Erkenntnissen zu erreichen», wie aus dem Papier vom Mittwoch hervorgeht.

Der Vorschlag sieht ausserdem eine Verdreifachung der weltweiten Kapazitäten für erneuerbare Energien bis 2030, verstärkte Anstrengungen zur Reduzierung des Kohleverbrauchs und die beschleunigte Entwicklung von Technologien wie der Kohlenstoffabscheidung und -speicherung vor, die eine Umstellung schwer zu dekarbonisierender Industrien ermöglichen. Sollte der Entwurf angenommen werden, wäre es das erste Mal in den drei Jahrzehnten der COP-Klimagipfel, dass sich die Nationen auf eine konzertierte Abkehr von Öl, Gas und Kohle einigen. Fossile Brennstoffe machen derzeit rund 80 Prozent der weltweiten Energieversorgung aus.

Der bisherige Entwurf der Abschlusserklärung war vor allem bei den USA und der Europäischen Union auf Widerstand gestossen. Zahlreiche Regierungen, darunter auch Deutschland, hatten auf eine klare Formulierung gedrängt, um ein Ende des fossilen Zeitalters zu signalisieren - gegen den Protest von Mitgliedern der Erdölproduzentengruppe OPEC und ihrer Verbündeten. Die Vertreter der Länder sollen am späten Mittwochvormittag den Text verabschieden. Die Vereinbarungen der UN-Klimagipfel müssen im Konsens getroffen werden. Danach ist es Aufgabe der einzelnen Länder, die Vereinbarungen durch nationale Massnahmen und Investitionen umzusetzen.

(Reuters)