Wie auch andere Experten rechnet Creditreform mit einem weiteren Anstieg der Firmenpleiten. «Die Zahl der Insolvenzen wird bei diesen schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auch in den kommenden Monaten deutlich ansteigen», sagte Hantzsch. Die Fallzahlen seien damit fast normalisiert und die Sondereffekte aus der Corona-Zeit weitgehend verpufft. Um eine Pleitewelle infolge der Pandemie abzuwenden, hatte Deutschland zeitweise Ausnahmeregelungen ermöglicht. Bereits 2022 waren die Insolvenzzahlen erstmals seit der Wirtschaftskrise 2009 wieder gestiegen.

Die robuste Lage auf dem Arbeitsmarkt verhindert dagegen bislang eine Zunahme der Verbraucherpleiten. Zwar setzte sich der rückläufige Trend des Vorjahres nicht fort, die Zahl der Verbraucherinsolvenzen blieb mit geschätzt 66 200 Fällen aber nahezu unverändert (2022: 65 930). Creditreform erwartet angesichts schwacher Konjunkturaussichten allerdings auch hier steigende Zahlen, zumal sich die Überschuldungssituation vieler Menschen deutlich verschlechtert habe./mar/DP/nas

(AWP)