Konkret übernimmt die 2021 gegründete Handelsplattform 360X, an der neben der Deutschen Börse auch die Commerzbank beteiligt ist, die Ausführung von Orders in den Nachtstunden sowie am Wochenende. Die zentrale Handelsplattform Xetra der Deutschen Börse stellt weiterhin die Liquidität während der europäischen Kernhandelszeiten. Das neue kombinierte Modell soll Privatanlegern, die üblicherweise am späten Abend oder nachts keine Dax-Aktien mehr handeln können, diese Möglichkeit verschaffen, wenn sie über ihre Hausbank Order aufgeben.

Auf Xetra reicht der Haupthandel für Aktien und andere Wertpapiere bisher von 9.00 bis 17.30 Uhr, seit Dezember 2025 gilt ein erweiterter Früh- und Späthandel für Privatanleger von 8.00 Uhr bis 22.00 Uhr. Rund um die Uhr reicht der Handel über Xetra aber noch nicht. «Die Deutsche Börse Group hat das Ziel, die erste europäische Finanzmarktinfrastruktur zu sein, die ein 24/7-Angebot für klassische Blue-Chip-Aktien ermöglicht», sagte Deutsche-Börse-Manager Eric Leupold.

Beim neuen kombinierten Modell mit 360X bleiben die Kernprozesse von Xetra unberührt, wie die Deutsche Börse betonte. Die regulären Auktionszyklen würden beibehalten. «Schlusskurse auf 360X ausserhalb der Handelszeiten haben weder Einfluss auf die Eröffnungskurse noch auf die Eröffnungsauktionen auf Xetra.»/als/DP/zb

(AWP)