Grösstes Abnehmerland blieben im ersten Halbjahr die USA. Die Lieferungen dorthin sanken zum Vorjahr um 2,1 Prozent auf 12,4 Milliarden Euro. «Angesichts der kaum mehr ausrechenbaren US-Zoll- bzw. Handelspolitik erscheint dieser Rückgang tatsächlich recht moderat», sagte ZVEI-Chefvolkswirt Andreas Gontermann.

Nach China, dem zweitwichtigsten Exportland, wuchsen die Ausfuhren um 1,6 Prozent gegenüber Vorjahr auf 11,4 Milliarden Euro. Zudem stützten gute Geschäfte in der EU etwa mit den Niederlanden, Frankreich und Polen die Branche. «Die Ränge drei bis neun werden allesamt von EU-Partnerländern besetzt. Sie haben das Exportwachstum der Branche im ersten Halbjahr letztlich getragen», sagte Gontermann.

Die Elektroindustrie mit rund 873.000 Beschäftigten in Deutschland zählt zu den grössten Industriearbeitgebern hierzulande. Erst zuletzt hatte sie von steigenden Aufträgen und einer besseren Stimmung in der Branche berichtet.

Im ersten Halbjahr wurden zugleich elektronische Güter im Wert von 143,8 Milliarden Euro nach Deutschland importiert. Hier fiel das Plus von 7,7 Prozent geringer aus als bei den Exporten. Hauptlieferant war mit grossem Abstand China mit Importen nach Deutschland im Wert von 42,8 Milliarden Euro./als/DP/mis

(AWP)