Aus Sicht des ermittelnden Oberstaatsanwalts Ulrich Bremer sind die in dem Maisfeld gefundenen Vorrichtungen ein «ganz starkes Indiz für das Vorliegen einer vorsätzlichen Straftat». In der Folge seien mehrere Kraftwerksblöcke abgeschaltet worden, die lebenswichtige Versorgung der Bevölkerung sei dadurch bedroht gewesen. Das Verfahren werde wegen des Anfangsverdachts der verfassungsfeindlichen Sabotage und wegen der Störung öffentlicher Betriebe geführt, so Bremer.

Ermittler sehen Parallelen zu Fall in Brandenburg

Es werde aktuell in alle Richtungen ermittelt, betonte er. Unter anderem werde ein Zusammenhang mit dem jüngsten Vorfall in Brandenburg geprüft. Dort laufen ebenfalls Ermittlungen wegen Sabotage, nachdem Unbekannte am Dienstag nahe dem Kohlekraftwerk Jänschwalde versucht hatten, Kurzschlüsse an Höchstspannungsleitungen auszulösen. In zwei Fällen gelang das nach Behördenangaben.

Nach ersten Ermittlungen gebe es in beiden Fällen vergleichbare Hinweise, sagte Kriminaldirektor Esser. So seien in beiden Fällen offenbar pyrotechnische Gegenstände gefunden worden. Da es denkbar sei, dass sie bereits vor längerer Zeit unbemerkt auf das Feld gebracht worden seien, hoffe man nun auf Hinweise aus der Bevölkerung.

Den Ermittlern zufolge sollen Abschussvorrichtungen auch auf mögliche DNA-Spuren hin ausgewertet werden. Zum jetzigen Zeitpunkt gebe es keine konkreten Täterhinweise, so Esser./rgr/DP/jha

(AWP)