Sparneigung geht etwas zurück

«Die Konsumstimmung bleibt damit deutlich unter dem Vorjahresniveau», konstatieren die Nürnberger Forscher. Zwar stiegen die Erwartungen hinsichtlich der Konjunktur - immerhin prognostizieren die Wirtschaftsforscher wieder Wachstum - und auch die Sparneigung geht leicht zurück. Dafür gehen die Anschaffungsneigung - also die Bereitschaft zum Kauf grösserer Konsumgüter - und auch die Einkommenserwartungen zurück. Diese waren vor einem Monat regelrecht eingebrochen und gaben nun abermals leicht nach.

«Die Verbraucher blicken zwar zunehmend optimistischer auf die wirtschaftliche Entwicklung, doch beim Blick in den eigenen Geldbeutel überwiegt weiterhin die Skepsis», sagte der NIM-Konsumexperte Rolf Bürkl. Trotz des erneut eingeführten Tankrabatts zeichne sich lediglich eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau ab, nicht aber eine Verbesserung.

Sorgen vor Preisauftrieb

«Wachsende Inflationssorgen und verhaltene Einkommensaussichten bremsen die Bereitschaft zu grösseren Anschaffungen, auch wenn die Sparneigung etwas sinkt», sagte Bürkl. «Die Hoffnung auf einen wirtschaftlichen Aufschwung ist da, aber die Bereitschaft, mehr Geld auszugeben, zieht bislang noch nicht mit.»

Das Konsumklima wird seit 1974 in regelmässigen Abständen und seit 1980 im monatlichen Turnus erhoben. Für die Studie wurden im Zeitraum von 1. bis 12. Oktober 2026 im Auftrag der EU-Kommission 2.000 Verbraucherinterviews geführt./dm/DP/mis

(AWP)