Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen greifen Israel seit Ausbruch des Gaza-Krieges immer wieder unter anderem mit Drohnen und Raketen an. Zudem drohen sie, künftig Schiffe jeglicher Nationalität auf dem Weg nach Israel an der Durchfahrt im Roten Meer zu hindern. Nur Frachtern, die Hilfsgüter für den Gazastreifen lieferten, würde die Durchfahrt gewährt. Alle anderen würden zum «legitimen Zielen unserer Streitkräfte», hiess es von den Rebellen. Zuletzt hatten die Huthi-Rebellen vor der Küste des Jemens einen Tanker direkt mit einem Marschflugkörper angegriffen.

Der Suezkanal mit der Zufahrt über das Rote Meer ist die für den Handel zwischen Europa und Asien wichtigste Wasserstrasse. «Jährlich passieren etwa 20 000 Schiffe die betroffene Region», heisst es beim Reederverband. Für Deutschland sei der Suezkanal besonders wichtig. Die einzige Alternativroute über das Kap der Guten Hoffnung bei Kapstadt dauere 14 Tage länger als die Fahrt über den Suezkanal.

«Es muss eine zentrale Priorität von Deutschland und der Europäischen Union sein, diese für Europa so wichtige Seehandelsroute offen und sicher zu halten» sagte Kröger. «Es bleibt zudem wichtig, dass auch die Nato-Partner wie etwa die USA und Frankreich, die bereits ihre Marine zur Unterstützung der Sicherheit in der Region entsandt haben, politisch als auch militärisch eng mit der EU zusammenarbeiten, um eine freie und sichere Seeschifffahrt zu gewährleisten.»/kf/DP/mis

(AWP)