Mit der WIN-Initiative sollen sich die Investitionen von Geldgebern mehr als verdoppeln. Angestrebt ist, bis 2030 rund 25 Milliarden Euro von Grossanlegern für Wagniskapital zu mobilisieren. Das zusätzliche Geld soll mit besseren Rahmenbedingungen, Marktinfrastruktur und stärkerer Vernetzung fliessen, wie die KfW weiter erklärte. Dabei will die Initiative neue Partner gewinnen, darunter Investoren von Stiftungen, Versicherungen, Pensionskassen und Konzernen.
Start-ups zeigten immer wieder die Innovationskraft am Standort Deutschland, sagte Finanzminister Lars Klingbeil (SPD). «Was aber noch zu selten gelingt, ist, diese Unternehmen in Deutschland gross zu machen und dauerhaft hier zu halten. Deshalb verbessern wir die Rahmenbedingungen, damit vor allem mehr Wachstumskapital zur Verfügung steht.»
Ähnlich äusserte sich Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU). Sechs von zehn Massnahmen der WIN-Initiative seien bereits umgesetzt. «In der nächsten Phase geht es deshalb darum, noch mehr Kapital für Deutschland zu gewinnen.»
Deutschland bei Wagniskapital im Rückstand
SPD und Union hatten sich im Koalitionsvertrag darauf geeinigt, mehr Wagniskapital zu mobilisieren. Nach Ansicht von Branchenexperten hakt es dabei aber. Auch die bisherige WIN-Bilanz ist eher durchwachsen: Seit Gründung der Initiative im September 2024 wurden laut KfW bis Ende 2025 rund 2,6 Milliarden Euro am Markt investiert.
Die deutsche Start-up-Branche ist in den letzten Jahren deutlich gewachsen. Doch bei grossen Summen sind junge Firmen meist auf US-Investoren angewiesen. Grossanleger investieren hierzulande nur beschränkt in Wagniskapital, auch wegen strenger Vorschriften./als/DP/stk
(AWP)
