Man erwarte Folgeaufträge und eine langfristige Beauftragung, hiess es beim erst im Februar gegründeten Gemeinschaftsunternehmen. Neben dem namentlich nicht genannten Standort bei München soll noch an einem weiteren Standort in Ostdeutschland produziert werden. Es geht um zwei verschiedene Modelle - eins hat eine mittlere Reichweite und das andere eine grössere Reichweite von bis zu 1500 Kilometern.

KI soll für Zielerreichung auch bei elektronischer Abwehr sorgen

Bei den Drohnen liefert Auterion die Software samt Betriebssystem, Airlogix die Hardware. Umgangssprachlich spricht man auch von Kamikaze-Drohnen, da die mit Sprengstoff beladenen Flugkörper nicht zurückkommen sollen - ihr Ziel ist es, beim Feind zu explodieren und diesem grösstmöglichen Schaden zuzufügen. Hierbei kommt auch Künstliche Intelligenz zum Einsatz, damit die Drohne nicht durch elektronische Gegenmassnahmen gestört wird.

«Deutschland hat jetzt eine Produktionslinie für bezahlbare Präzisionswaffen in grosser Stückzahl», sagt Auterion-Chef Lorenz Meier. «Wir liefern noch in diesem Jahr bereits erprobte und bewährte Systeme - zu Kosten und in einem Herstellungstempo, die grosse Bestände zur Abschreckung tatsächlich ermöglichen.»

«Diese Partnerschaft bringt zusammen, was keins der Unternehmen allein schaffen könnte: unsere kampferprobten Flugkörper, Auterions autonome Software und Deutschlands industriellen Kapazitäten», sagte Airlogix-Chef Witalij Kolesnitschenko anlässlich des Starts der Massenproduktion.

Der Deutsche Lorenz Meier hat Auterion in der Schweiz gegründet, inzwischen ist der Firmensitz in den USA und der Deutschlandsitz in München. Das Unternehmen hat eigenen Angaben zufolge rund 300 Beschäftigte. Hinzu kommen noch die Beschäftigten von Partnerfirmen. Zum Jahresumsatz macht Auterion keine Angaben - ein Unternehmenssprecher sagt nur, dass das Unternehmen profitabel sei./wdw/DP/jha

(AWP)