«Wir haben die Wahl, für wen wir uns entscheiden»
Wildberger sagte: «Ich glaube, es ist im letzten Jahr schon einiges passiert, aber wir müssen das noch weiter beschleunigen. In Fragen der Regulierung brauchen wir noch mehr Freiraum für Innovation.» Mit Blick auf Unabhängigkeit von den USA sagte der Digitalminister, der Begriff der Stunde sei Souveränität. Das bedeute zunächst Wahlmöglichkeit. «Wir haben die Wahl, für wen wir uns entscheiden - und damit auch Unabhängigkeit. Aber ich glaube, wir wollen weiter in einer Welt leben, die auch von Partnerschaften lebt.»
In Berlin treffen sich heute und morgen Regierungsvertreter, Experten und Tech-Unternehmer aus zahlreichen Ländern zu Beratungen über Chancen, Risiken und Auswirkungen von KI. Kanzler Friedrich Merz (CDU) wird bei dem Digitalgipfel der Bundesregierung am Montagnachmittag eine Rede halten, an Gesprächen mit Wirtschaftsvertretern und einer Pressekonferenz mit Wildberger teilnehmen.
Deutschland mangelt es laut Ifo-Institut an wichtigen Voraussetzungen, um das Wachstumspotenzial von KI auszuschöpfen. «Die Hightech-Branche ist noch zu klein, die Verwaltung ist zu wenig digitalisiert, das Bildungssystem passt sich nicht schnell genug an die Veränderungen durch KI an», sagte der Leiter des Ifo-Zentrums für Innovationsökonomik und digitale Transformation in München, Oliver Falck, einer Mitteilung zufolge./cco/DP/mis
(AWP)
