Haupttreiber des Booms ist die sogenannte generative KI, zu der Anwendungen wie ChatGPT, Claude, Microsoft Copilot oder Google Gemini zählen: Die Ausgaben in diesem Teilbereich verdoppeln sich 2026 voraussichtlich von 5,7 Milliarden auf 11,5 Milliarden Euro und machen damit mittlerweile rund 40 Prozent des gesamten Marktes aus.

Grundlage der Erhebung sind Daten des IT-Marktforschungsunternehmens IDC. Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst sagte, bei KI sei der Übergang von der blossen Experimentierphase hin zu einem breiten produktiven Einsatz zu beobachten. Entsprechende Anwendungen würden mittlerweile branchenübergreifend und in Betrieben jeder Grösse genutzt, um Prozesse zu beschleunigen und Produkte zu verbessern.

Software treibt das Wachstum

Der Löwenanteil der Ausgaben stellt laut Verband die KI-Software dar. Für sie werden in diesem Jahr voraussichtlich 16,0 Milliarden Euro aufgewendet, was einem Zuwachs von 65 Prozent entspricht. Für damit verbundene Dienstleistungen veranschlagt die Branche 6,8 Milliarden Euro (plus 30 Prozent), während auf Hardware-Investitionen 5,8 Milliarden Euro entfallen (plus 32 Prozent).

Ein Ende des Aufwärtstrends ist nach Einschätzung der Analysten nicht in Sicht: Für das Jahr 2027 prognostiziert das Marktforschungsinstitut IDC für Deutschland ein weiteres Marktwachstum um 40 Prozent auf dann 40,3 Milliarden Euro./chd/DP/jha

(AWP)