Um das Risiko zu senken, müsse mehr Güterverkehr von den Wasserstrassen auf Schiene und Strasse verlagert werden, betonte der Minister. Bund und Länder wollten sich über weitere Schritte abstimmen. Er gehe davon aus, dass die Problematik mindestens bis Ende August anhalte.

Der Deutschen Bahn sprach Bilger ein Lob aus: «Ich bin dankbar, dass die Bahn sich umgehend gekümmert und zusätzliche Kapazitäten bereitgestellt hat.» Dazu gehörten weitere Waggons, deren Zahl noch steigen solle.

Die Bauindustrie sieht die Lage indes deutlich kritischer. «Lieferengpässe für erste Baustoffe sind von den Lieferanten bereits angekündigt worden für den Fall, dass die Situation noch länger anhält, wovon derzeit auszugehen ist», sagte Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB), dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Flächendeckende Baustopps sehe er zwar aktuell nicht. Je länger und ausgeprägter die Niedrigwasserphase allerdings anhalte, desto grösser werde das Risiko von Engpässen, höheren Logistikkosten und Verzögerungen./mxx/DP/zb

(AWP)