«Ganz im Gegenteil: Russlands rücksichtsloses und unverantwortliches Verhalten bestärkt uns in unserer Entschlossenheit, Frieden und Freiheit in Europa zu verteidigen», sagte Pistorius wenige Tage, nachdem die Bundesregierung Russland für den misslungenen Drohnenanschlag in Leipzig verantwortlich gemacht hatte.

Er habe beschlossen, dringend benötigte PAC-2-Abfangraketen aus Beständen der Bundeswehr an die Ukraine zu liefern, sagte Pistorius. Deutschland werde auch seine Lieferungen von Luft-Luft-Raketen aus Bundeswehrbeständen weiter verstärken, um der Ukraine grössere Mengen zur Verfügung zu stellen.

Die Ukraine werde zudem in Deutschland mehrere Tausend zusätzliche Iris-T-Lenkflugkörper bestellen, die aus dem EU-Ukraine-Verteidigungskredit finanziert werden. Das Produktionsvolumen der Raketen könne durch die Einrichtung einer weiteren Produktionslinie gesteigert werden. Ziel der Hilfen sei ein Schild gegen russische Luftangriffe.

Darüber hinaus werde Deutschland mehrere Zehntausend Schuss weitreichende Artilleriemunition finanzieren. Diese Munition werde in Zusammenarbeit mit Grossbritannien beschafft und an die Ukraine geliefert.

Selenskyj dankt

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dankte Deutschland für die Unterstützung. «Das sind genau die Entscheidungen, die den Frieden näher bringen: Wenn man die Fähigkeiten des Aggressors zu töten, einschränkt», schrieb Selenskyj auf X. «Dank an Deutschland für seine prinzipientreue Haltung, für die Unterstützung und für die Abertausenden von Leben, die vor russischen Angriffen gerettet werden.»/cn/DP/stw

(AWP)