Lohnt sich der Betrieb der Kohlekraftwerke?

Unionsfraktionsvize Sepp Müller hatte in der vergangenen Woche in der «Wirtschaftswoche» vorgeschlagen, angesichts der hohen Gaspreise die deutschen Kohlekraftwerke stärker zu nutzen. Sie sollten aus seiner Sicht laufen, bis Gaskraftwerke mit einer vergleichbaren Kapazität gebaut sind, was voraussichtlich 2030 oder 2031 der Fall sei. Bei der SPD stiess er damit auf Ablehnung.

Der Ministeriumssprecher betonte, ein möglicher Einsatz der Reservekraftwerke müsse sich am Ende auch lohnen. Es handle sich um relative alte und ineffiziente Anlagen. «Das heisst, man müsste schauen, ob man damit überhaupt einen positiven Einfluss auf die Strompreise erzielen könnte.»

«Frage stellt sich momentan nicht»

Regierungssprecher Stefan Kornelius erklärte zur Nutzung der Reservekraftwerke: «Diese Frage stellt sich momentan nicht.»

Deutschland will bis 2038 aus der Kohleverstromung aussteigen und auf dem Weg dorthin zunehmen auf weniger klimaschädliche Gaskraftwerke sowie erneuerbare Energien setzen./hrz/DP/stw

(AWP)