Der Euro wiederum hat sich zum Franken auf 0,9176 von 0,9183 nur minim abgeschwächt. Allerdings lag das Tief in der Nacht auf Mittwoch bei 0,9145 noch um Einiges unter dem aktuellen Niveau. Die anfänglich sehr negative Sichtweise der Märkte auf den Ausgang der US-Zwischenwahlen ist in der Folge aber bereits einer etwas nüchterneren Betrachtungsweise gewichen.
Die US-Wähler haben die Republikaner von Präsident Donald Trump abgestraft und der Demokratischen Partei die Kontrolle über den Kongress beschert. Nach Hochrechnungen errangen die Demokraten die Mehrheit nicht nur im Abgeordnetenhaus, sondern höchstwahrscheinlich auch im Senat. Man könne von einem «blauen Tsunami» sprechen, heisst es in Marktkreisen.
Für die Ökonomen der Migros Bank lassen sich die ersten Marktreaktionen mit «weniger fiskalische Wachstumsfantasie, mehr Nachfrage nach Sicherheit» zusammenfassen. Und für Schweizer Unternehmen bleibe der Wechselkurs der unmittelbarste Einflusskanal. Lege der Franken zu, belaste dies die preisliche Wettbewerbsfähigkeit und schmälere den Frankenwert ausländischer Erlöse. «Exportorientierte Industrie- und Konsumgüterunternehmen stehen damit unter zusätzlichem Druck. Bei Pharma kommt die Aussicht auf stärkere demokratische Kontrolle der Medikamentenpreise hinzu», so die Bank.
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(AWP)
